Philipp Stangl, Rebel Meat

Philipp Stangl ist neben Cornelia Habacher und Wolfgang Haidinger einer der Gründer des Wiener Startups Rebel Meat, den er sieht den Need, den Fleischkonsum auf globaler Ebene zu reduzieren.

Rebel Meat hat vergangene Woche mit einem neuen Burger auf sich aufmerksam gemacht, der zu 50 Prozent aus Fleisch und zu 50 Prozent aus pflanzlichen Produkten besteht. In zwei Wiener Lokalen (Die Burgermacher und Plain Vienna) gibt es die Pattys, die aus Rindfleisch, Kräutersaitlinge aus dem Marchfeld, Hirse (glutenfrei) und Gewürzen produziert werden, bereits zu kaufen. Heute sind noch 50 Prozent Fleisch in den Burgern von Rebel Meat, doch laut Stangl arbeite man daran, den Anteil auf 25 Prozent zu senken.

„Es gibt eine große Menge von Leuten, die weniger Fleisch essen wollen, aber merken, dass es in der Praxis recht schwierig ist“, sagt Philipp Stangl, “denn viele Fleischersatzprodukte sind für den klassischen Fleischesser noch nicht gut genug und noch ein zu großer Kompromiss.“ Mit dem Rebel-Meat-Burger will man es dieser Zielgruppe einfach machen, weniger Fleisch zu essen.

Um wirklich zum Klimaschutz und der Verringerung der konsumierten Fleischmenge beitragen zu können, muss Rebel Meat auch bei der breiten Masse ankommen. „Wir wollen langfristig in den Handel gehen, um uns direkt an die Endverbraucher zu wenden. Wir müssen als Gesellschaft weniger Fleisch essen“, sagt Stangl. Es gebe auch bereits Pläne, in der Schweiz und in Deutschland zu starten.

„Sobald Clean Meat marktreif ist, wollen wir es in unsere Produkte integrieren“, sagt Stangl. „Wir werden das konventionelle Fleisch durch Clean Meat ersetzen, wenn es marktreif ist. Wir könnten die erste Consumer Brand in Europa sein, die Clean Meat anbietet.“ Wann das sein könnte, ist aber weiter offen. „Es wird nicht schneller als in fünf Jahren gehen, aber auch nicht länger als zehn Jahre dauern.“

Quelle

https://www.trendingtopics.at/rebel-meat-live-stream-interview/ (19-08-12)

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© Werner Stangl Linz 2019