Stanglfische

Verwandt mit den Steckerlfischen sind die Stanglfische, wie in den OÖN vom 2. August nachzulesen war. Unter dem Titel “Eine kulinarische Reise ins Salzkammergut und nach Linz” wird die Zubereitung von Stanglfischen beschrieben: “Die Ziegelsteine sind einfach zu einem Grillstand umfunktioniert worden. Die Holzkohle hat bereits eine weißlich, gräuliche Schicht angenommen und ist schön durchgeglüht. Perfekt, um die ersten Fische, die auf einem Stangerl aus Fichtenholz aufgespießt sind, auf den puristischen Grill zu legen. Im Salzkammergut sagt man dazu Stanglfische und nimmt wie die junge und freundliche Fischerstochter Elisabeth Poigner Riedlinge – frisch aus dem Traunsee. Man könnte auch andere Coregonen wie Reinanken verwenden, fügt ihr Vater Sepp hinzu. (…)  Die Riedlinge, eine abgespaltene Art der geläufigen Reinanken, sind weltweit wohl nur im Traunsee zu finden. Sie lieben das kalte Wasser und schwimmen in einer Tiefe ab circa 40 Metern. (…)
Mittlerweile sind 10 Minuten vergangen und Elisabeth hält voller Freude ein paar Stanglfische in die Höhe. Frisch gegrillt und nur mit grobem Bäckersalz bestreut. Sie schmecken exzellent. Inklusive wunderbarem Berg- und Seeblick. Unkompliziert vom Stangl knabbern und das ist alles, um die Einfachheit des Glücks genießen zu können.” Stanglfische sind die

Reinanke

gehört zur Ordnung der Lachsartigen Fische und ist vorwiegend in Seen des Voralpengebietes zu finden. In der Regel wird sie 25 bis 40 cm groß.

Riedling

ist eine Unterart der Reinanke, die nur im Traunsee vorkommt. Im Gegensatz zur Reinanke schwimmt er tiefer und ist etwas kleiner, rund 20 cm.

Brachse

gehört zu den Karpfenartigen und ist in Seen sowie langsam fließenden Gewässern zu finden. Die durchschnittliche Größe beträgt 30 cm.

Rezept für Stanglfische

Der Riedling wird zuerst ausgenommen. Dann den Fisch mit feinen Schnitten in kurzen Abständen (3 bis 4 Millimeter) schräg vom Rückenansatz her einschneiden (schröpfen). Danach den Fisch behutsam auf den Holzspieß stecken und mit grobem Salz bestreuen. Auf durchgeglühter Holzkohle circa 10 bis 15 Minuten grillen. Als Beilage isst man traditionellerweise eine Semmel, Brot passt jedoch fast besser. Als Getränk wird gerne Bier getrunken, kann aber bitter und metallisch wirken. Als Alternative bietet sich Most mit Restsüße, ein Roter Veltliner oder Rotgipfler an.

Stanglfischaufstrich (Ein Rezept von Georg Friedl)

Zutaten für 4 Personen
2 entrindete, altbackene Semmeln, die im Fischfond (Alternative Milch oder Wasser) eingeweicht worden sind
4 gekochte Eidotter
1 Steckerlfisch, fein geschnitten, verbrannte Stellen entfernen
1/16 Liter Leinöl
1/8 Liter Sonnenblumenöl
Salz, Pfeffer, Muskat, Koriander, Fenchel, Zitronenzesten, Dill

Zubereitung
Alle Zutaten mit Ausnahme des Öls mixen. Dann langsam das Öl einrinnen lassen. Eventuell etwas Fond und Zitronensaft hinzufügen. Abschmecken und mit Schwarzbrot servieren

Getränkeempfehlung
Trockener Mischlingsmost mit leichtem Restzucker.

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© Werner Stangl Linz 2019