Stefan Stangl

Stefan Stangl aus Vohenstrauß ist Forstrevierleiter und macht sich Sorgen wegen der Borkenkäfer, auch wenn der Orkan Niklas meist keine größeren Bestände niedergelegt hat, sondern eher eine Vielzahl von “Einzelwürfen” zur Folge hatte. Sollten etwas mehr Bäume beschädigt sein, rät der Forstbeamte Stefan Stangl, Fachleute zu holen, denn die Beseitigung von Windwurfschäden ist nichts für Laien. Stefan Stangl geht davon aus, dass der Windwurf keine Auswirkungen auf den Holzpreis haben wird, doch bei der Verwertung sollte darauf geachtet werden, dass Windwurf-Holz auf Grund der aufgebauten Spannung meist nur als Brennholz zu gebrauchen ist.

Stefan Stangl verweist auch darauf, dass der Borkenkäfer vor der Haustür steht, wobei vor allem eine frisch beschädigte Fichte  für das Insekt eine ideale Brutstätte sind. “Dies müssen wir nun verhindern und ihm den Nährboden entziehen.” Stangl warnt aber davor, hektisch zu werden. Man wolle keinerlei zeitlichen Druck aufbauen, denn der Borkenkäfer braucht zur Entwicklung der neuen Generation sechs bis acht Wochen. Somit sind noch rund vier Wochen Zeit. Gefährdet seien alle, die es jetzt verschlafen, die Schäden aufzuarbeiten. Als Vorbeugung gegen mögliche Sturmschäden nennt Stefan Stangl das Anpflanzen eines Mischwalds und das rechtzeitige Durchforsten, denn dadurch können die Bäume ihre Wurzeln besser ausbreiten. Jedoch bei großen Stürmen wird es immer kritisch. Zudem verweist Stangl auf die momentan hohe Waldbrandgefahr, denn trotz der Regenschauer am Freitag ist es momentan sehr trocken, wobei vor allem Gebiete mit leichtem Sandboden und Kiefern immer tendenziell gefährdet sind. In diesem Zusammenhang erinnert er daran, dass seit 1. April grundsätzlich nicht im Wald geraucht und Feuer gemacht werden darf.


Am 3. September 2017 berichtet ebenfalls das Oberpfalznetz, dass der Forstamtmann Stefan Stangl eindringlich für die Pflege von jungen Waldbeständen wirbt, denn Ziel müsse sein, unterdrückte Baumarten wie Kiefer, Lärche, Eiche, Buche oder Tanne zu erhalten, während im Gegenzug müssten die “Bedränger” umgesägt werden. Oft seien dies Fichten. Er sagt: “Das große Thema bei der Bewirtschaftung der Wälder ist künftig der Klimawandel, daher ist es sinnvoll, das Risiko auf verschiedene Baumarten zu streuen.” Außerdem sollten die Fichten nicht eng aneinander stehen, denn sonst sind sie nicht so sehr dem Stress durch Wassermangel ausgesetzt, und können sich besser gegen den Borkenkäfer wehren, da eine gesunde Fichte versucht, den Käfer zu verharzen.

Quelle
Oberpfalznetz.de vom 17. April 2015

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