Susanna Stangl, Geschäftsstellenleiterin

Susanna Stangl sitzt in ihrem Büro in der Arbeiterkammer-Bezirksstelle Mödling jetzt hinter einer Plexiglaswand, wie NÖN.at am 7. Mai 2020 meldet. Die Telefone standen nicht still, zudem galt es, unzählige E-Mails zu beantworten. „Wir waren und sind fast rund um die Uhr da“, machte Geschäftsstellenleiterin Susanna Stangl deutlich. Am Beginn der Corona-Wirren bildeten Themen wie „Einvernehmliche Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit Wiedereinstellungsgarantie“ und „Kurzarbeit“ die Anfrage-Schwerpunkte. Die Infos der Arbeiterkammer-Experten zeigten oft Wirkung: „Wir haben gemerkt, dass die Dienstnehmer, die sich bei uns erkundigt haben, die Infos gleich an den Chef weitergegeben haben“, freut sich Stangl. In den nächsten Tagen und Wochen rechnet sie damit, dass sich die Anfragethemen ändern werden. „Jetzt wird immer klarer, dass viele seit Februar kein Geld mehr gesehen haben. Dementsprechend wird es nun öfters darum gehen, den Mitgliedern bei offenen Forderungen zu helfen.“ In der Vorwoche war abwechselnd je ein Mitarbeiter-Team in der Bezirksstelle zugegen, seit Montag gibt es „in dringenden Fällen auch wieder persönliche Beratung in den Büroräumlichkeiten“, erklärt Stangl.

Die NÖN vom 15. Februar 2017melden, dass die Arbeiterkammer-Bezirksstellenleiterin Susanna Stangl, die Idee hatte, Kinder und Jugendliche bereits im Volksschulalter auf die Berufselt neugierig zu machen. Daraus entstand die „Berufe zum Angreifen“-Messe, die im Vorjahr im Austria Trend Eventhotel „Pyramide“ in Vösendorf heuer zum zweiten Mal mit großem Erfolg über die Bühne gehen wird. Am 16. und 17. Februar werden 1.400 Schüler der 4. Volksschule bis zur zweiten Unterstufe bei 32 Ständen in die Berufswelt eintauchen können. Heuer ist Susanna Stangl stolz darauf, dass auch Schulen aus dem Bezirk Baden mit dabei sind und unter anderem die HTL Mödling, die Bäckerei Anker und das Heereslogistikzentrum Wiendas Informationsangebot verstärken. Die Messe kann am Freitag, 17. Februar 2017 von 12 bis 17 Uhr von jedermann bei freiem Eintritt besucht werden.


Meinbezirk.at vom 8. November 2020 meldet, dass das Jahr 2020 auch für das Mödlinger Team der Arbeiterkammer um Bezirksstellenleiterin Susanna Stangl mehr als außergewöhnlich war: Im März fand man sich, so wie große Teile des Landes, von einem Tag auf den anderen im Home Office, zu tun gab es aber jede Menge: „Anfänglich haben wir, da ja keine Beratungsgespräche mehr möglich waren, der Andrang aber umso größer, auch oft bis 19 Uhr telefoniert und auch am Wochenende“, spricht Stangl ihrem Team ein großes Kompliment aus. So verzeichnete die Bezirksstelle im ersten Halbjahr ein Plus von 67% bei den Beratungsgesprächen, und dieser Ansturm habe seither auch nicht mehr wirklich nachgelassen, zahlreiche Kündigungen und flächendeckende Kurzarbeit hielten die Berater auf Trab. Eine Schwierigkeit dabei ergab sich dadurch, dass auch für die Experten der Arbeiterkammer die sich ständig ändernde Lage nicht immer klar einzuschätzen war: „Die zahlreichen Pressekonferenzen der Regierung waren zwar wichtig um zu informieren, bis die Ankündigungen, etwa zum Thema Kurzarbeit oder Schutz von Hochrisikopatienten, aber in Form von Verordnungen vorgelegen sind, hat es lange gedauert. Anrufe dazu haben uns aber oft schon erreicht, kaum dass die Pressekonferenz beendet war.“
Beratung auch im zweiten Lockdown

Ähnlich verhält es sich auch im derzeitigen zweiten Lockdown: Noch gäbe es auch aus der Gastro-Sparte keine Kündigungswelle, ebenso wenig sei aber derzeit geklärt, wie die Abwicklung der Unterstützung für Arbeitgeber (und der damit verbundene Kündigungsschutz für Arbeitnehmer) genau funktioniere. Insgesamt stünden jedenfalls noch große Herausforderungen vor der Tür: „Viele, sowohl Arbeitnehmer wie Arbeitgeber, sind mittlerweile an ihre Grenzen gekommen und wissen nicht mehr, wie es weiter gehen soll“, so Stangl. Die AK in Mödling steht jedenfalls auch während des zweiten Lockdowns bereit: Grundsätzlich ist die Bezirksstelle zwar für „Laufkundschaft“ geschlossen, es können aber Beratungstermine vor Ort vereinbart und unter Berücksichtigung aller Corona-Bestimmungen abgehalten werden. Denn letztlich sei in vielen Fällen der persönliche Kontakt doch unverzichtbar, wie Stangl betont.