Susanne Stangl, die Wirtin von der Weiberwirtschaft Kalsing

Wie die Mittelbayerische vom 27. März 2019 berichtet, wurde das Jubiläumsschießen anlässlich des 50-jährigen Vereinsbestehens der Burgschützen Neuhaus eröffnet. Unter den Ehrengästen war die Schirmherrin und Vereinswirtin Susanne Stangl: „I gfrei mi narrisch, dass wir heute das 50-jährige Jubiläumsschießen eröffnen können“. Dieses Kompliment galt dem gesamten Verein: „Größten Respekt, was ihr da auf die Beine gestellt habt, alles ist super vorbereitet und organisiert.“ Dank der Familie Stangl haben die Burgschützen Neuhaus hier an historischer Stätte mit topmoderner Schießanlage und urigem Schützen-Stüberl eine neue Heimat gefunden.

Wie die Mittelbayerische vom 20. November 2018 berichtet, ist jetzt Susanne Stangl die Schirrmherrin der Neuhauser Schützen. Susanne Stangl betreibt „d’Weiberwirtschaft“ und ermöglicht auch auf Gut Hötzing in der Gemeinde Schorndorf Hochzeiten oder Biergartenbesuche. Darüber hinaus haben die Burgschützen Neuhaus auf Gut Hötzing in der historischen, ehemaligen Wagenremise mit einem Schützenheim eine neue und dauerhafte Bleibe gefunden. Und so lag nichts näher, als Susanne Stangl in der Nachfolge ihres Vaters die Schirmherrschaft anzutragen. 1. Schützenmeister Stefan Obermeier: „Mia ham eiz de modernsten und schönsten Schießstand im ganzen Gau“. Susanne Stangl freute sich über die ehrenvolle Aufgabe und lud zu einer Brotzeit ein.

Die Mittelbayerische vom 13. Mai 2018 berichtet, dass die Wirtin des Gasthauses D’Weiberwirtschaft in Kalsing und auf Gut Hötzing einen Tierarzt aus Baden-Württemberg heiratete. Susanne Stangl (30) ist die Wirtin des Gasthauses „D“Weiberwirtschaft in Kalsing sowie auf Gut Hötzing und ihr Bräutigam Dr. Julian Stangl (31), geborener Schülke, stammt aus Dettingen an der Erms in Baden-Württemberg und ist Praktischer Tierarzt. Ihre Wohnung hat das Paar im Elternhaus der Braut in Unterlintach. Bereits zum Frühschoppen wurden die Gäste mit einem Weißwurstfrühstück empfangen. Nach der Feier nahm das Brautpaar viele Glückwünsche von Familie, Freunden und Bekannten entgegen. Anschließend ging es in einem Autokorso zum Gut Hötzing, wo die „Woid Rocker“ zum Tanz aufspielten. Die Hochzeitsreise ging am nächsten Tag nach Budapest.

Gratulation: Weiberwirtschaft im Slow-Food Genussführer Deutschland

Die Mittelbayerische vom 18. Dezember 2017 meldet, dass die Weiberwirtschaft von Susanne Stangl in Kalsing es in den Slow-Food Genussführer Deutschland geschafft hat. So gehört nun auch die Weiberwirtschaft in Kalsing zum erlesenen Kreis im Slow-Food Genussführer Deutschland. Dazu gab es als Vorspeisen Rinderkraftbrühe mit Grießhalbmonden, saure Linsen mit Wurzelgemüse und Spätzle, zudem „Bio-Ziegenkäse“ vom Knallerbsenhof mit Pfirsich-Chutney, Salat, hausgemachtes Roggenbrot, als Hauptspeisen Forelle „Müllerin Art“, geschmorten Kalbsbackerl, gebratene Kalbsleder, und als Nachspeisen karamellisierter Kaiserschmarrn aus der Pfanne mit Apfelmus und Vanilleeis.

Die Mittelbayerische vom 25. März 2016 berichtet von Susanne Stangl von der Weiberwirtschaft Kalsing, die mit cremigen Käsespätzle ein fleischloses vorösterliches Gericht zubereitet. Spätzle, auch Knöpfle genannt, gehören besonders im Allgäu und in Schwaben fast zu jeder Mahlzeit, denn sie sind dort ein wichtiger, wenn nicht gar der wichtigste Bestandteil der täglichen Mahlzeiten. Hergestellt werden sie in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, wie Bärlauchspätzle, Spinatspätzle, ja sogar mit gehackten Trüffeln versetzt, eignen sich die kleinen Teigkugeln als Begleitung zu zahlreichen Fleischgerichten. Auch als Suppeneinlage haben Spätzle, hier im Teig mit einem Anteil fein gemahlener Rinderleber anstatt Mehl, geschabt oder durchgestrichen als Leberspätzle in Sonntags- oder Hochzeitssuppen Karriere gemacht

Das Rezept von Susanne Stangl für vier bis sechs Personen:

Zutaten: ein Kilo Weizenmehl, zehn Eier, etwa 600 Milliliter Wasser, zwei bis drei Zwiebeln, Salz und Muskat, 250 Gramm grob gehobelter Bergkäse, 250 Milliliter Süßrahm, 100 Gramm Butter, 300 Milliliter Pflanzenöl zum Frittieren, etwas Mehl und ein Teelöffel Paprikapulver für die Röstzwiebel, Blattsalate nach Gusto.

Zubereitung: Das Mehl in eine ausreichend große Schüssel geben, mit Salz und geriebenem Muskat würzen. Einen großen Topf mit Salzwasser auf die Herdplatte stellen und zum Kochen bringen. Die Eier aufschlagen und mit dem Wasser zum Mehl geben. Mit der Hand – und darauf schwört Susanne – Mehl, Eier und Wasser zu einem etwas zäh fließenden Teig verarbeiten, der dann – mit der Hand – so lange kräftig abgeschlagen wird, bis er Blasen wirft. Danach den Teig abdecken und an einem temperierten Ort eine bis zwei Stunden ruhen lassen, damit sich der Teig entspannen kann.

In der Zwischenzeit das Öl für die Röstzwiebeln erhitzen, die Zwiebeln schälen und zu feinen Zwiebelringen hobeln, oder wer es mit dem Messer kann, in ebenso gleichmäßig feine Zwiebelstreifen schneiden. Ist das Öl 160 Grad heiß, einen Teil der Zwiebeln mit ein wenig Mehl-Paprika-Mischung bestreuen und in einem Sieb schütteln, so dass nur eine dünne Mehlschicht an den Zwiebeln haften bleibt. Die bemehlten Zwiebeln auf einen Schaumlöffel geben und nach und nach ins heiße Öl rutschen lassen. Mehrmals rühren, bis die gewünschte Farbe erreicht ist, dann die Röstzwiebeln auf Küchenkrepp entfetten. Solange weitermachen, bis alle Zwiebeln aufgebraucht sind.

Kocht das Salzwasser im Topf, das Spätzle-Sieb, den Spätzle-Hobel oder die Spätzle-Presse mit einer guten Portion Teig füllen und ins kochende Wasser schaben oder pressen. Schwimmen die Spätzle auf der Oberfläche, sind sie gar. Mit dem Schaumlöffel aus dem kochenden Wasser heben und in kaltes Wasser, am besten mit einigen Eiswürfeln, geben, weiter so verfahren, bis der Teig aufgebraucht ist. Dann auf ein Sieb gießen und die Spätzle abtropfen lassen. Jetzt ist es Zeit, den Salat anzurichten, denn das Fertigstellen ist schnell erledigt.

Das Finish: Die Butter in einer großen, breiten Pfanne schmelzen, so viele Spätzle, wie man für die Personenzahl braucht, dazugeben und einige Male schwenken, dann die Sahne dazugeben, aufkochen lassen und den geriebenen Bergkäse (Susanne nimmt Grünländer mit neutralerem Geschmack) einrühren und schmelzen lassen. Wenn nötig und möglich mit etwas Knoblauchpfeffer nachwürzen und mit Schnittlauchröllchen bestreuen.

Vom ersten Handgriff, das Mehl in eine Schüssel geben, bis zum Servieren der Käsespätzle vergehen gerade mal 55 Minuten; dazu gibt es frischen Blattsalat.

Susi Stangls Hollerlimonaden-Rezept

Susi Stangl, probiert auch, wenn es ihre Zeit zulässt, gerne etwas aus, und so stehen hausgemachte Himbeer- und Zitronenlimonade auf ihrer Getränkekarte, zu denen nun Hollerlimonade dazukommt. Auf vier Liter Wasser gibt Susi Stangl 150 bis 200 Gramm weißen und die gleiche Menge braunen Zucker. Dann die Flüssigkeit aufkochen lassen. Ist sie handwarm abgekühlt, zwei Zitronen auspressen und auch Schalen einer Biozitrone dazugeben. Zudem fünf erntefrische, große Holunderblütendolden in der Flüssigkeit versenken. Susi Stangl gibt noch ein erbsengroßes Stück Frischhefe dazu, um Kohlensäure zu produzieren. Alles nun bei Zimmertemperatur 24 Stunden ziehen lassen. Gut gekühlt, ist die Hollerlimonade etwa eine Woche lang haltbar. Serviert wird sie in einem schönen Glas mit Zitronenscheibe, einem Minzblatt und Eiswürfeln. Wer will, kann vor dem Trinken auch einen Schluck Sekt dazugeben.

Quellen

http://www.mittelbayerische.de/region/cham/was-koche-ich-heute/cremige-kaesespaetzle-als-fastenessen-20911-art1357851.html (16-03-25)
http://www.idowa.de/inhalt.kalsing-susi-stangl-wirtin-der-weiberwirtschaft-zeigt-ihr-holerlimo-rezept.e2ebb2ad-0907-4c1d-8541-458d4a9369ee.html (17-06-10)

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© Werner Stangl Linz 2019